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Werbeseite - Induktionsherd Vergleich

Die Geschichte des Induktionsherdes

Obwohl Michael Faraday bereits im Jahr 1831 die elektromagnetische Induktion entdeckte und damit den Grundstein für eine effektive Nutzung der Elektrizität legte, dauerte es beinahe 80 Jahre, bevor dieses Prinzip auch Anwendung beim Kochen fand. Trotz der zunehmenden Elektrifizierung der Städte und immer mehr Elektroherden wurde meist in einen Gasherd investiert. Erst 1909 wurde das erste Patent von einem Induktionsherd in den USA angemeldet.

Es sollte noch einmal beinahe 25 Jahre dauern, bevor der Induktionsherd anlässlich der 100-Jahr-Feier der Stadt Chicago auf der Weltausstellung im Jahr 1933 der Weltöffentlichkeit als die zukunftsweisende Technologie angepriesen wurde.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts zeigte General Motors auf einer Roadshow durch Nordamerika den Prototypen eines Induktionsherdes. Mit einer Zeitung zwischen dem Topf und dem Induktionsherd sollten Privathaushalte von der Sicherheit dieser Technologie überzeugt werden. Trotz beachtlichen Medieninteresses ging der Prototyp nicht in Serie und das Induktionsprinzip konnte sich nur in der professionellen Gastronomie und der Industrie etablieren.

Erst Anfang der 1970-er Jahre feierte die Firma Westinghouse Electric Corporation mit dem „Cool Top 2“ erste Erfolge mit einem Induktionsherd. Dieses Paket aus einem modernen Induktionskochfeld mit Herd und passendem Induktionsgeschirr arbeitete mit Transistoren für einen hochfrequenten Strom von 25 kHz. Einen ersten freistehenden Induktionsherd präsentierte in den 1980-er Jahren Sears Kenmore. Er besaß bereits eine Selbstreinigungsfunktion und eine Küchenuhr. Doch nach wie vor konnte sich der Induktionsherd in den USA nicht in privaten Haushalten durchsetzen.

Dagegen forcierte die Firma BSH in Europa die Technologie in Zusammenarbeit mit der Universität von Saragossa seit Mitte der 1990-er Jahre. Das erste Kompaktklasse-Modell kam 1999 auf den Markt. Im Jahr 2009 präsentierte Panasonic ein Induktionskochfeld, das sogar mit nicht metallenem Kochgeschirr funktioniert. Dazu wurde eine andere Induktionsspule mit einer höheren Stromfrequenz verwendet.

Aufgrund des technischen Fortschritts, der Globalisierung und der Verbesserung von Herstellungsprozessen werden die Induktionsherde immer erschwinglicher. Durch die unbestrittene Effizienz sowie die Zeitersparnis beim Kochen steigt der Anteil der Privathaushalte mit einem Induktionsherd in Europa langsam an. Als größtes Hemmnis erweisen sich laut Umfragen jedoch immer noch die deutlich höheren Anschaffungskosten für solch einen Herd. Zusätzlich muss meist auch noch ein neues Set an geeignetem Induktionskochgeschirr erworben werden.